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DIE KRYPTOLOGEN

Krypto-Glossar

Oracles

Oracles sind Dienste, die externe Daten oder Informationen mit einer Blockchain verbinden, sodass Smart Contracts auf Daten außerhalb des Blockchain-Netzwerks zugreifen können. Da Blockchains von Natur aus isoliert sind, benötigen sie Oracles, um relevante Informationen aus der realen Welt, wie Wetterdaten, Aktienkurse oder Ereignisse, in die Blockchain zu integrieren. Ohne Oracles könnten Smart Contracts nur mit Daten arbeiten, die bereits auf der Blockchain existieren.

Ein Oracle fungiert als Brücke zwischen der Blockchain und der Außenwelt. Es sammelt externe Daten, überprüft deren Richtigkeit und übermittelt sie sicher an die Blockchain. Oracles können zentralisiert sein, wobei eine einzige Instanz die Daten bereitstellt, oder dezentralisiert, wie bei Chainlink, wo mehrere Datenquellen verwendet werden, um Manipulationen zu verhindern und die Genauigkeit zu erhöhen.

Ein Beispiel für die Nutzung von Oracles ist in DeFi-Anwendungen zu finden: Ein Smart Contract für ein Darlehen könnte Oracles verwenden, um den aktuellen Preis eines Tokens zu ermitteln und auf dieser Basis Sicherheiten zu bewerten. Ebenso können Versicherungsverträge, die auf Smart Contracts basieren, durch Oracles ausgelöst werden, wenn sie Wetterdaten oder andere externe Informationen erhalten.

Oracles sind essenziell für den Einsatz von Smart Contracts in der realen Welt und erweitern die Funktionalität von Blockchains erheblich. Sie bringen jedoch auch Herausforderungen mit sich, wie das „Oracle-Problem", bei dem die Genauigkeit und Vertrauenswürdigkeit der gelieferten Daten sichergestellt werden muss. Dezentralisierte Oracles sind eine Lösung, die versucht, diese Risiken zu minimieren und die Sicherheit und Integrität von Blockchain-Anwendungen zu gewährleisten.

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