Krypto-Glossar
Liquid Staking
Liquid Staking ist eine Weiterentwicklung des klassischen Stakings, bei der Nutzer ihre gestakten Kryptowährungen in Form von liquiden Derivat-Tokens (Liquid Staking Tokens, LSTs) zurückerhalten, die sie in DeFi-Protokollen weiter einsetzen können.
Beispiel: Ein Nutzer stakt 10 ETH über Lido und erhält dafür 10 stETH. Die 10 ETH werden als Validator-Stake eingesetzt und verdienen Staking-Rewards, während der Nutzer seine stETH gleichzeitig als Collateral auf Aave hinterlegen oder in Liquiditätspools einzahlen kann.
Bekannte Protokolle: Lido (stETH) ist der größte Anbieter mit über 30% aller gestakten ETH. Rocket Pool (rETH) bietet eine dezentralere Alternative. Coinbase (cbETH) und Binance (BETH) bieten zentralisierte Lösungen.
Vorteile: Kapitaleffizienz, niedrigere Einstiegshürde (kein 32-ETH-Minimum), Flexibilität durch Handelbarkeit der LSTs.
Risiken: Smart-Contract-Risiko, Depeg-Risiko (Abweichung vom Basiswert), Zentralisierungsrisiko bei zu großem Marktanteil eines einzelnen Protokolls. Liquid Staking ist heute einer der größten DeFi-Sektoren nach TVL.