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DIE KRYPTOLOGEN

Krypto-Glossar

Impermanent Loss

Impermanent Loss bezeichnet einen potenziellen Verlust, der auftritt, wenn ein Nutzer Vermögenswerte in einem Liquiditätspool eines DeFi-Protokolls einzahlt und sich die Preise der eingezahlten Vermögenswerte relativ zueinander ändern. Der Verlust ist "impermanent" (vorübergehend), weil er sich theoretisch rückgängig machen lässt, wenn die Vermögenswerte wieder ihre ursprünglichen Preisverhältnisse erreichen.

Liquiditätspools ermöglichen dezentralen Handel, indem sie Paare von Kryptowährungen, wie z. B. ETH/USDT, bereitstellen. Nutzer, die diese Liquidität bereitstellen, erhalten im Gegenzug Gebühren und Belohnungen. Wenn sich jedoch der Preis einer der beiden Kryptowährungen im Pool ändert, verschiebt sich das Verhältnis der Vermögenswerte im Pool. Dies führt dazu, dass der Nutzer beim Abziehen seiner Einlagen weniger von dem Vermögenswert hat, der im Preis gestiegen ist, und mehr von dem, der im Preis gefallen ist, als wenn er die Vermögenswerte einfach gehalten hätte.

Ein Beispiel: Ein Nutzer fügt 1 ETH (Preis: $1.000) und 1.000 USDT in einen Liquiditätspool ein (Gesamtwert: $2.000). Wenn der Preis von ETH auf $2.000 steigt, hat sich das Verhältnis im Pool verändert. Der Nutzer hätte außerhalb des Pools jetzt $3.000 (1 ETH × $2.000 + 1.000 USDT), im Pool aber nur etwa $2.828, da das konstante Produktverhältnis die Position automatisch rebalanciert hat. Der Impermanent Loss beträgt in diesem Fall etwa $172 bzw. ca. 5,7%.

Impermanent Loss tritt in Märkten mit hoher Volatilität häufiger auf und ist ein wichtiger Faktor, den Nutzer berücksichtigen müssen, bevor sie Liquidität bereitstellen. Der Verlust wird durch Handelsgebühren und Belohnungen im Pool teilweise oder vollständig ausgeglichen, sodass Liquiditätsanbieter oft dennoch profitabel arbeiten können. Dennoch bleibt es ein Risiko, insbesondere bei großen Preisbewegungen der gepaarten Vermögenswerte.

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